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Geschichte des Interbancario

Die Geschichte des Interbancario geht auf das Jahr 1961 zurück, als im Skigebiet Nevegal bei Belluno auf Initiative der Betriebssportgemeinschaft der damaligen Cassa di Risparmio di Verona Vicenza e Belluno jener Gedanke entwickelt wurde, der aus einer rein innerbetrieblichen Veranstaltung eine Organisation von internationaler Dimension werden ließ, die mittlerweile zu den traditionellen Wintersportveranstaltungen gehört.

Die folgende Chronik erzählt, wie sich aus einem regionalen Samstagrennen mit abendlicher Siegerehrung im Laufe der Jahre die heutige internationale Veranstaltung entwickelt hat, bei der sich Hunderte von Teilnehmern eine Woche lang in Riesenslalom- und Langlaufrennen sowie Zusatzrennen messen. Jede Disziplin ist in Damen- und Herrenkategorien unterteilt, je Kategorie wird eine Ergebnisliste erstellt und am Ende der Veranstaltung werden auch Institutswertungen bzw. Mannschaftswertungen zusammengestellt.

Ursprünglich hieß die Veranstaltung „Meeting Interbancario“ mit Riesenslalomrennen der italienischen Banken, ähnlich wie die auch damals bereits bestehenden Skimeisterschaften der Banken aus den Gebieten der „Drei Venetien“. Bei der ersten Veranstaltung 1961 waren fünfzehn Banken und dreiundsechzig Läufer gemeldet (Dario Cordara von der lombardischen Sparkasse Cariplo siegte in der Kategorie B und Gianangelo Castagnetti von der Sparkasse Verona in der Kategorie A).

Ein Jahr später zählte man bereits hundertdreißig Läufer und sechsundzwanzig Banken aus Triest, Turin, Sondrio, Bozen, Cortina d’Ampezzo, Tarvis, Reggio Emilia, Trient und natürlich Verona. Nach Belluno kamen zu den Skirennen die starken Mannschaften aus den Hauptsitzen der jeweiligen Banken, doch auch kleinere Teams aus den Filialstellen.

Nach drei Veranstaltungen im Skigebiet Nevegal und der schweren Überschwemmung im Vajonttal überließ die Sparkasse Verona im Jahre 1964 ihre Veranstaltung der Sparkasse Turin, die nach Bardonecchia einlud. Ab diesem Meeting wurden immer mehr Banken einbezogen und es begann jener „meisterhafte Rundlauf“, der das Interbancario in die bekanntesten Alpenskigebiete brachte: Wolkenstein im Grödnertal, Cortina d’Ampezzo, Tonale-Pass, San Martino di Castrozza, Sestriere, Bormio, Moena usw.

Aufgrund der zunehmenden Teilnehmerzahl wurde 1964 neben den Herrenkategorien A und B die C gebildet und 1966 in Wolkenstein waren die Damen das erste Mal dabei mit ihrer Kategorie F vertreten.

Den internationalen Charakter bekam die Veranstaltung im Jahre 1967 in Cortina d’Ampezzo. An diesem Interbancario, das den Untertitel „Erstes europäisches Kriterium“ trug, nahmen zum ersten Mal ausländische Bankangestellte teil. Erich Löffler von der Hypobank München war der erste Ausländer auf dem Podium als Gewinner in der Kategorie C.

Fünfundzwanzig Jahre später bei der Jubiläumsveranstaltung zum 25-jährigen Bestehen 1985 in Cortina d’Ampezzo zählte man bereits 2.314 Teilnehmer.

Es wäre zu aufwendig, die Entwicklung der Kategorien bis zur Höchstzahl von 24 und bis zu den heutigen 20 (Alpinski- und Langlaufrennen) im Einzelnen aufzuführen. Erwähnenswert ist, dass der Einzellanglauf Herren (nur eine Kategorie) 1972 bei der Veranstaltung in Moena eingeführt wurde und dass es ein Jahr später in Lienz bereits zwei Herrenkategorien (allgemeine Kategorie und Gentlemen) und eine Damenkategorie gab.

Im Jahre 1973 fand das Interbancario zum ersten Mal im Ausland statt und zwar in Lienz, Osttirol/Österreich. Die Organisation wurde von zwei Wiener Banken übernommen: Oesterreichische Nationalbank und Die Erste Österreichische Sparkasse.

Etwas später gab es weitere “Premieren” in Deutschland (1976 Garmisch- Partenkirchen), der Schweiz (1978 Disentis), Frankreich (1987 Val d’Isere) und Norwegen (1996 Lillehammer).

Die Einführung des Staffellanglaufs bei der Veranstaltung in Courmayeur (1977) war ein Zeichen der immer stärker werdenden Teilnahme der Banken aus dem hohen Norden. In der Liste der Banken las man damals neue Namen: Kansallis-Osake-Pankki und Union Bank of Finland, beide aus Helsinki, Den Norske Creditbank, Oslo.

Mit der zunehmenden Internationalisierung änderte sich im Laufe der Jahre auch der Name der Veranstaltung: Das Meeting Interbancario – Europäisches Kriterium des Jahres 1972 wurde 1974 zum Meeting Interbancario Europeo, während die heutige Bezeichnung Ski Meeting Interbancario Europeo 1976 entstanden ist. Und im gleichen Jahr in Genf bei der internationalen Organisation OMPI als Markenzeichen eingetragen wurde.

Das Ehrenbuch des Interbancario wird bei jeder Veranstaltung um eine neue Seite bereichert. Darin werden die Orte und Regionen aufgeführt, die ein Meeting organisiert haben, die Sieger in jeder Kategorie und die Siegermannschaften in der Institutswertung. Es ist die Anerkennung für den Einsatz dieser Skiorte, die mit Hilfe der Partnerbanken Jahr für Jahr die mit der Organisation verbundenen Herausforderungen bewältigt haben und bewältigen. Denn nur dadurch wurde die ununterbrochene jährliche Austragung dieser Veranstaltung ermöglicht.

Auch wenn der innerbetriebliche Charakter der ersten Jahre ernsthafter und überzeugender geworden ist, wenn die Wettkämpfe mittlerweile ein hohes technisches Niveau und sportlichen Wert erreicht haben und die Leistungen durchaus Weise beeindrucken, ist das Interbancario immer noch und vor allem ein wahres Sportfest, das die Gelegenheit bietet, in einer angenehmen und freundschaftlichen Atmosphäre alte Freundschaften zu festigen und neue zu knüpfen.

In der langen Geschichte des Interbancario, das mittlerweile absolut zur wichtigsten Wintersportveranstaltung des Bankensektors geworden ist, kommt dem Ständigen Komitee, einem internationalen Organ, dem Führung und Wahrung der Veranstaltung obliegen, eine wichtige Rolle zu. Das Ständige Komitee wurde am 10. Februar 1972 in Moena ins Leben gerufen. Ihm gehörten Vertreter der Banken an, die die ersten zehn Veranstaltungen organisiert hatten.

01 Die Gründer

Jahr

Name

Bank

1972-1996

Franco Ceccato

Cassa di Risparmio di Verona, Vicenza e Belluno - Verona 

1972-1983

Claudio Martini

Cassa di Risparmio di Verona, Vicenza e Belluno - Verona

1972-1986

Paul Ties

Cassa di Risparmio di Bolzano - Bolzano 

1972-1977

Guido Nizardo

Cassa di Risparmio delle Provincie Lombarde - Milano

1972-1974

Mario Roncador

Cassa di Risparmio di Trento - Trento

1972-1980

Giovanni Franza

Istituto Bancario San Paolo di Torino - Torino

1972-2007

Adriano Bassi

Banca Piccolo Credito Valtellinese - Sondrio

 

02 Die Nachfolger - ehemalige Mitglieder des Ständigen Komitees

Jahr

Name

Bank

1974-1988

GIORGIO GARBARI

Cassa di Risparmio di Trento - Trento

1974-1980

ALFRED PIETSCH

Österreichische Nationalbank - Wien

1974-1988

EMIL PAGLER

Erste Österreichische Sparkasse - Wien

1974-2006

GIORGIO GUGLIELMI

Cassa di Risparmio di Genova e Imperia - Genova

1976-1991

FRANCO DE PILATI

Banca di Trento e Bolzano - Trento

1976-1991

ERWIN NEIDL

Bayerische Hypotheken- und Wechselbank - München

1977-1981

DARIO CORDARA

Cassa di Risparmio delle Provincie Lombarde - Milano

1978-1981

ALFREDO MAINA

Cassa di Risparmio di Torino - Torino

1978-1983

GIANNI CATTANEO

Banca Commerciale Italiana - Milano

1979-1986

HANS SCHNEIDER

Credit Suisse - Zürich

1980-2014

GUSTL PROHACZKA

Österreichische Nationalbank - Wien

1980-2000

CARLO ANSELMO

Banco di Roma - Roma

1981-1986

ENZO CORTELLINI

Cassa di Risparmio di Torino - Torino

1981-2010

FRANCO TORRETTA

Banca Intesa - Milano, (ex CR Provincie Lombarde - Milano)

1981-1994

GERHARD FRIEDL

Bayerische Vereinsbank - München

1983-1989

GUIDO FOLETTI

Banca Commerciale Italiana - Milano 

1983-2017

GIANCARLO CHELINI

UniCredit S.p.A. - Verona (ex Cassa di Risparmio Verona Vicenza e Belluno)

1984-1988

FRANCO BAIOCCHI

Banca Nazionale del Lavoro - Roma  

1986-1996

MARKUS MALSINER

Cassa di Risparmio di Bolzano - Bolzano

1986-1989

TONI KÄGI

Credit Suisse - Zürich

1987-1990

ALBERTO BARISANO

Banco di Roma - Roma

1987-1994

JEAN MARIE MANGIN

Crédit Agricole - Paris

1988-1990

ARMANDO CORRA’

Cassa di Risparmio di Trento - Trento

1988-2012

SEVERINO DINONI

BNL-Paribas - Roma ( Banca Nazionale del Lavoro - Roma) 

1989-2010

SERGIO RINALDI

Banca Intesa - Milano (ex Banca Commerciale Italiana - Milano)

1989-1997

DURI MATHIEU

Credit Suisse - Zürich

1990-1996

LORIS BRENTARI

Cassa di Risparmio di Trento - Trento

1990-2010

KARL DIEM

Deutsche Bank AG - München  

1991-2000

WERNER KALLEDER

Bayerische Hypotheken- und Wechselbank - München

1991-2017
 

BRUNO PROTO
 

Intesa Sanpaolo S.p.A. (Präsident 1998-2017;
Vertreter der ex Banca di Trento e Bolzano / Bank für Trient und Bozen)

1994-2003  

JOACHIM KNÖR

Bayerische Vereinsbank - München

1994-2017

PIERRE LANDRIEUX

Credit Agricole Sud Rhône Alpes - Grenoble

1996-2006

PAOLO PODETTI

Cassa di Risparmio di Trento - Trento

1996-2012

PAUL MAYR

Cassa di Risparmio di Bolzano - Bolzano    

1998-2002

ROBERT MATHIEU

Credit Suisse - Zürich    

2000-2017

BJARTE EIKESETH

Nordea - Oslo

2002-2004

ERWIN FISCHER

Credit Suisse - Zürich

2004-2006

GERHARD FRIEDL

Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG - München

2004-2012

WERNER HASELBACH

Credit Suisse - Zürich

2007-2015

EVI ROHRHIRSCH

Hypovereinsbank AG (Unicredit Group) - München

2008-2014

LAURA BOCCADORO

Deutsche Bank S.p.A. - Milano

2008-2014

MAURO PICCINALI

Credito Valtellinese - Sondrio

03 Sekretariat

Jahr

Name

Bank

1985-2012

SANDRA GUION

Unicredit - Verona (ex Cassa di Risparmio Verona Vicenza e Belluno - Verona)

2012-2013

MARIA SMANIO

Unicredit - Verona

2013-2016

EVELYN RIER

Cassa di Risparmio di Bolzano / Südtiroler Sparkasse - Bolzano / Bozen